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Sushi-Abend mit Freunden planen

Ein Sushi-Abend mit Freunden. Foto: ©Liya / stock adobe

Ist es an der Zeit, sich wieder einmal mit Freunden zu treffen? Dann sollten Sie einen Sushi-Abend mit Freunden planen. Der Spaß dabei ist garantiert, egal, ob Sie Sushi gemeinsam zubereiten oder alleine. Wie Kochkünstlern die Planung für einen gelungenen Sushi-Abend gelingt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Gästezahl & Planung im Überblick

Zu Beginn der Planung stehen die Fragen nach der Anzahl der Gäste und nach dem Termin. Denn davon hängt es ab, welche Mengen Sie einkaufen und wann der beste Zeitpunkt dazu ist. Doch bevor Sie dies in Angriff nehmen, prüfen Sie, ob alle notwendigen Utensilien zu Hause sind.

Das wertvollste Gut eines Sushi-Kochs ist sein Yanagiba, das einem japanischen Filetiermesser entspricht. Dieses dient einzig zum Schneiden des rohen Fisches. Zum Zerkleinern der übrigen Zutaten verwendet ein Sushi-Koch ein Santoku. Dieses ist ein Allzweckmesser mit einer 16 bis maximal 24 Zentimeter langen Klinge.

Zusätzlich brauchen Sie Sushi-Servierplatten, die am besten aus Schiefer bestehen, weil sie einen Kontrast zum bunten Sushi bilden. Stehen ausreichend Teller, Tassen und Gläser für die hohe Anzahl an Gästen in Ihren Schränken? Prüfen Sie auch die Anzahl der Schälchen für Sojasoße und andere Würzmittel. Zudem sollten Sie geübten Sushi-Essern Essstäbchen anbieten und für Ungeübte Besteck bereitlegen.

Planen Sie, Sushi zu rollen, wie es beim Maki-Sushi üblich ist, brauchen Sie Bambusmatten als Hilfsmittel. Da Sie einige Helfer haben, benötigen Sie mehrere davon. Zum Zubereiten des Reises verwenden Sie einen Reiskocher oder einen Topf.

Ist alles da? Nein, denn die Zutaten fehlen noch. Vorrätig haben sollten sie Noriblätter, Sushi-Reis, Reisessig, eingelegten Ingwer (Gari) sowie Wasabi, Sojasoße oder Tarami. Gut vorbereitet sind Sie, wenn Sie zusätzlich Masago zu Hause haben. Dieses wird auch Sushi-Kaviar und Fischrogen genannt.

Was Sie sonst noch auf Ihre Einkaufsliste schreiben, hängt von den geplanten Sushi-Arten ab. Dazu gehören auf jeden Fall Räucherlachs, roher Fisch wie Thunfisch, Aal oder Lachs. Kaufen Sie zudem Surimi als Krebsfleischersatz ein. Dieses finden Sie im Supermarkt in der Tiefkühltruhe. Thunfisch in Dosen können Sie frühzeitig auf Vorrat kaufen. Denken Sie auch an Mayonnaise und Zwiebeln.

Siehe auch  Moderne Interpretationen der japanischen Küche: Fusion-Gerichte und traditioneller Rezepte.

Für andere Geschmäcker eignen sich Avocado, Gurke, Tofu, Kürbis, Karotten, Schnittlauch, gelber Rettich und Frühlingszwiebeln. Doch diese Aufzählungen sind nicht abschließend. Wählen Sie nach Rezept und Geschmack Zutaten für ein perfektes Sushi aus. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Welche Mengen brauchen Sie für wie viele Gäste?

Beim Reis rechnen Sie einhundert Gramm für jede Person ein. Wie viel Fisch oder Meeresfrüchte Sie brauchen, lässt sich nicht vorhersehen. Deshalb empfiehlt es sich, Tiefkühlwaren und Fisch in Dosen vorrätig zu haben. Gemüse und andere vegane Zutaten können Sie reichlich kaufen, weil Sie Reste am nächsten Tag anderweitig verwerten oder einfrieren können.

Sushi selbst machen oder bestellen?

Essen Sie gerne Sushi und sind berufstätig, bleibt keine Zeit, Sushi selbst zuzubereiten, denn Sushi benötigt Vorbereitungszeit. Deshalb legen viele Sushi-Liebhaber die Füße hoch und überlassen einem echten Sushi-Koch die Zubereitung. Dies hat jedoch einen Nachteil. Gekauftes Sushi – ob im Supermarkt oder im Restaurant – ist teurer als das Selbstgemachte.

Ein weiterer Nachteil: Kaufen Sie Sushi im Supermarkt, ist es schon einige Stunden alt. Dies wirkt sich auf die Noriblätter aus, die ihre Knusprigkeit verlieren. Lassen Sie sich das Sushi liefern, ist diese Auswirkung abgeschwächt, weil die Lieferzeit meist gering ist. Beim Supermarkt-Sushi überwiegt zudem der Reisanteil, weil bei den teuren Zutaten wie dem Fisch gespart wird. Dadurch herrscht der Geschmack des Reises vor. Der Reis ist jedoch kompakt, sodass er sich gut greifen lässt, ohne in seine Einzelteile zu zerfallen. Ein echter Sushi-Koch im Restaurant beherrscht dagegen die Handwerkskunst und spart nicht an den Zutaten. Dadurch werden die Sushi-Happen jedoch teurer.

Bleibt Ihnen nach der Arbeit oder am Wochenende genügend Zeit, empfiehlt es sich, das Sushi selbst zu fertigen. Sie wählen die Zutaten, die Ihnen schmecken, sowie deren Qualität aus. Zudem können Sie experimentieren und neue Sushi-Varianten erfinden.

Siehe auch  Peking-Ente: Tipps und Tricks für die Zubereitung des berühmten chinesischen Gerichts.

Auch wenn Sie sich mit der Zubereitung auskennen, besuchen Sie die neue Sushi-Plattform sushi.guide. Dort finden Sie zahlreiche Tipps, Rezepte, Videos und mehr rund um Sushi. Und haben Sie einmal keine Zeit oder Lust, sich selbst in die Küche zu stellen, suchen Sie sich im Restaurant-Finder auf dem Portal ein Sushi-Restaurant mit oder ohne Lieferdienst.

Vorbereitung: Reis, Zutaten & Timing

Eine gute Vorbereitung, das Mise en Place, ist das A & O bei der Sushi-Zubereitung. Dazu ein paar Tipps: Kaufen Sie die Zutaten am Vortag ein. Frischen Fisch sollten Sie jedoch kurz vor der Zubereitung kaufen.

Den Reis kochen Sie mindestens vier Stunden vor der Zubereitung, da dieser kalt sein muss. Der beste Zeitpunkt ist jedoch der Vorabend.

Bevor Sie mit den Küchenarbeiten beginnen, decken Sie den Tisch und stellen die Platten bereit. Anschließend bereiten Sie in der Küche alles vor. Dinge, die Sie zur Zubereitung benötigen, liegen in greifbarer Nähe. Danach bringen Sie das Gemüse und andere Zutaten in Passform. Zum Schluss bereiten Sie das Sushi mit den vorbereiteten Zutaten und dem Zubehör zu. Zum Rollen verwenden Sie die bereitgelegte Bambusmatte. Servieren Sie das Sushi Ihren Gästen sofort. Guten Appetit!

Gemeinsam Sushi rollen – so klappt’s

Statt Sushi selbst zu rollen und den Gästen zu servieren, können Sie den Sushi-Abend zu einem geselligen Erlebnis gestalten. Dazu brauchen Sie Platz in der Küche, damit Sie mehrere Stationen aufbauen können. An jedem der Plätze liegen die benötigten Materialien und Zutaten bereit. Auf diese Weise können Sie Ihre Gäste in die Sushi-Zubereitung einbeziehen und jeder kann sich seine Sushi-Happen nach eigenem Geschmack zubereiten. Damit alles funktioniert und alle Spaß haben, ist das Mise-en-place von großer Bedeutung.

Siehe auch  Klassische chinesische Gerichte: Eine Einführung in die traditionelle chinesische Küche

Atmosphäre, Getränke und Extras planen

Die richtige Atmosphäre beim Sushi-Abend schaffen Sie mit gedimmtem und warmem Licht. Alternativ stellen Sie Teelichter auf den Tisch oder schmücken das Wohnzimmer mit Lampions.

Den Tisch brauchen Sie nicht weiter zu dekorieren, wenn Sie auf jeden Platz ein Platzset aus Bambus legen. Darauf stellen Sie dunkles Geschirr aus Keramik oder Schiefer. Einen farblichen Kontrast bildet das Sushi mit seinen Füllungen selbst. Im Hintergrund läuft Koto-Musik oder Lo-Fi-Japan-Beats.

Welche Getränke reichen zum Sushi-Abend mit Freunden?

Passend zum japanischen Essen können Sie grünen Tee reichen. Wer lieber Bier mag, greift zu japanischen Lagerbieren. Bekannt sind Asahi, Sapporo und Kirin. Ebenfalls alkoholisch – aber dennoch passend – sind Weine wie ein spritziger Grauburgunder oder ein trockener Riesling. Andere Gäste greifen zu leichten Rotweinen oder Gewürztraminer.

Der Sake ist ein Verdauungsschnaps und wird in Restaurants kalt oder warm serviert. Auch zu Hause bildet er den Abschluss der Sushi-Mahlzeit. Autofahrer und alle, die keinen Alkohol zum Fröhlichsein benötigen, trinken Wasser mit Ingwer und Gurke oder einen Zitronengras-Eistee.

Das gewisse Extra zu den Sushi-Happen

Zusätzlich zum Sushi können Sie als Extra gegrilltes Huhn (Karaage) oder frittierten Tofu mit Tsuyu-Soße (Agedashi-Tofu) reichen. Zudem passen zum Sushi japanische Teigtaschen (Gyoza).

Salatliebhaber greifen zu Wakame-Salat, gedämpftem Gemüse, Rohkost oder Gurkensalat mit einem Dressing aus Sesam und Sojasoße.

Als Würzmittel und Soßen dienen Ponzu-Soße, die aus Sojasoße mit einer Zitrusnote besteht, eingelegter Ingwer und handelsübliche Sojasoße.

Auch Japaner mögen das Süße nach der Mahlzeit. Gereicht werden etwa japanische Spongecakes (Castella) oder Mochi-Eiscreme.

Fazit

Einen Sushi-Abend mit Freunden zu verbringen, ist eine gesellige Angelegenheit, die sich mit der richtigen Planung zu einem amüsanten Ereignis entwickeln kann. Besonders viel Spaß macht es, wenn Sie Ihre Freunde bei der Zubereitung des Sushis einspannen. Die Vorarbeiten sollten Sie jedoch erledigt haben, bevor Ihre Gäste eintreffen.

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Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).